Die Vorgeschichte
Schon seit der knapp verpassten Meisterschaft 1992, spätestens aber seit den Meisterjahren 1995/96 kam das Thema „Fanclub“ bei jedem Heimspiel auf. 20 Personen musste man haben, und wir waren uns nicht sicher, ob wir genug wären. Zudem wussten wir nicht, was für „Pflichten“ auf uns zukämen und ob wir die erfüllen könnten. Doch wurde der Wunsch immer größer. Auf dem Weg zum Champions-League-Finale nach München 1997 schworen wir uns dann endlich, sollten wir den Henkelpott (das Wort kannten wir damals noch nicht) holen, müssen wir einfach einen Fanclub gründen. Wir lernten noch ein paar nette Leute kennen, mit denen wir Freundschaft schlossen. Die wollten auch gleich mitmachen. Dann noch ein paar Eltern und die Oma des heutigen Präsidenten und plötzlich waren wir sogar fast 30 Leute, als wir den Club anmeldeten. In der Euphorie des Augenblicks (zwei Meisterschaften in Folge, dann die Krönung) und in Ermangelung besserer Ideen, nannten wir uns „2 + 1 = Danke!“

Die ersten Jahre
Wir fuhren schon damals zu nationalen und internationalen Auswärtsspielen – z.B. zu fünft beim legendären Spiel in Kopenhagen („Ole jetzt kommt der BVB“), der bis dahin größten „Auswärtsgruppe“) – und Dauerkarten hatten die meisten auch. Zwischenzeitlicher Höhepunkt war für zwei von uns das Weltpokalfinale in Tokio. National wäre als Besonderheit noch das Auswärtsspiel 1999 bei Hertha BSC zu nennen. Die Mannschaft hatte wochenlang schlecht gespielt und der Verein lud vier von uns mit vielen anderen Fans nach Berlin ein (d.h. Eintrittskarte inkl. Sonderzug). Allerdings war es die Zeit, als die meisten ihre Ausbildung oder Studium beendeten. Wir zerstreuten uns größtenteils in die Winde. Der Fanclub war im Umbruch.


Der Umbruch

In dieser Umbruchphase geschahen drei entscheiden Dinge:

1. Wir lernten einige Leute aus dem Münsterland kennen. Bis heute hat der Fanclub einen großen Anteil seiner Fans aus dieser Gegend. Gemeinsam fuhren wir 2002 zu siebt zum UEFA-Cup-Finale in Rotterdam.

2. Der Fanclub bekam seinen heutigen Namen. Nach vielen kreativen Versuchen war einiges an Zeit verstrichen – und wir hießen fortan „Schwarz-Gelbsucht“. Die Mitgliederzahl stagnierte damals für viele Jahre bei ca. 50.

3. Über die Arbeit lernte der erste Vorsitzende den heute stellvertretenden Vorsitzenden kennen. Über ihn kam eine weitere größere Gruppe aus dem Sauerland hinzu.


Die (sportlich) mageren Jahre

Der heutige Kern des Fanclubs, der seinen Ursprung und sein jetziges zu Hause in Block 11 hat, entwickelte sich stetig in den sportlich mageren Jahren des BVB. Ob triste UI-Cup-Pleiten gegen Gent oder Olmütz, eine ewig andauernde Erfolglosigkeitsserie gegen die ungeliebten Nachbarn aus oder Zittersiege gegen sichere Abstiegskandidaten – alles schweißte uns mehr und mehr zusammen. Ebenfalls in dieser Zeit entstanden nach wenigen Aktivitiäten der Umbruchphase jetzt immer mehr organisierte Auswärtsfahrten und trotz gefühlter ständiger Auswärtspleiten – gegipfelt im 0-1 auf der Alm 2007 und dem daraus resultierenden vorrübergehendem Absturz auf einen Abstiegsplatz (17) – entstand eine echte Gemeinschaft im Fanclub. Das Potenzial an neuen Mitgliedern resultierend aus den bunt gemischten Regionalitäten im Fanclub war mittlerweile sehr groß. Der Traum nach einer größeren gemeinsamen Fanclubfahrt zu einem Auswärtsspiel wuchs in den Tagen um 2007 herum. Aber es dauerte noch bis zum Pokalfinale 2008, bis zum ersten Mal in einer größeren Gruppe seit sechs Jahren organisiert zu einem Spiel reisen sollten.


Das heutige Gesicht

2012 entschlossen wir uns, den Vorstand zu erweitern, um der regionalen Verteilung der Mitglieder Rechnung zu tragen, von denen inzwischen einige im Rheinland leben, andere im Ruhrgebiet und Münsterland.

Unser erstes Pokalfinale in Berlin erlebten wir 2008. Zu zehnt reisten wir damals in die Hauptstadt. Der Club hatte genau 80 Mitglieder. Von da an ging es immer weiter bergauf. Bei der Restrukturierung des Fanclubs entschlossen wir uns dazu, jahrelange inaktive Mitgliedern durch aktiven Neumitgliedern zu ersetzen. Karteileichen gibt es in unserem Fanclub keine! Trotzdem wuchs die Zahl der Mitglieder auf 130 zum Saisonende 2014 an, sodass wir sogar derzeit einen Aufnahmestopp verhängt haben. Wir legen dabei sehr viel Wert auf eine funktionierendeGemeinschaft. Gerade in den erfolgreichen Jahren tauchen immer wieder Mitgliedsanfragen auf, die einen Fanclub als Kartenbeschaffungsmaschinerie sehen. Das wollen wir eben nicht sein und so legen wir sehr viel Wert auf das Gemeinschaftverständnis und -verhalten.

Nicht nur die Finals 2012 bis 2014 besuchten wir in größeren Gruppen, unseren Rekord bei einem Auswärtsspiel stellten wir 2013 in Düsseldorf mit fast 50 Mitgliedern auf.
Seit 2010 können wir sogar verzeichnen, dass unser Fanclub bei allen nationalen und internationalen Pflichtspielen des BVB vertreten war. Seit 2012 haben wir eine offizielle Stammkneipe: das „Schilling“ im Dortmunder Kreuzviertel, in dem wir normalerweise mindestens bei jedem Auswärtsspiel vertreten sind. Es sei denn, wir haben uns selbst auf die Reise gemacht – denn neben den Heimspielen fahren Fanclubmitglieder zu fast jedem Auswärtsspiel, ob national oder international.
Wir haben einen Blog, in dem Mitglieder Spielberichte – nicht nur mit BVB-Beteiligung – posten und seit der Sommerpause 2014 auch endlich eine eigene Webseit

Zum 18. Geburtstags unseres Fanclubs wurden wir zu einem eingetragenen Verein (kurz: e.V.). Dazu trafen wir uns passend am 19.09. diesen Jahres zur Gründungsversammlung. Anschließend musste noch einiges an Papierkram erledigt werden und es war amtlich. So hätten wir auch die Möglichkeit, gemeinnützig zu werden.

Seit 2012 spenden wir jedes Jahr mehrere hundert Euro für verschiedene karitative Zwecke. Auch hier: Tendenz steigend!